Parlamentarisches Frühstück in Berlin
Damit die Energiewende nicht im Stau steckt
Beim Parlamentarischen Frühstück in Berlin hat die Regionale Kooperation Westküste klargestellt, warum die Westküste dringend leistungsfähigere Straßen, Schienen und Wasserwege braucht. Eine Verkehrsanalyse liefert belastbare Daten.
Die Energieküste hat in Berlin ein starkes Signal gesetzt: Beim Parlamentarischen Frühstück der Regionalen Kooperation Westküste in der Landesvertretung Schleswig-Holstein kamen am 5. Mai 2026 rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Bundestag, Botschaften, Wirtschaft, Kommunen und Verbänden zusammen, um über die Zukunft der Verkehrsinfrastruktur an Schleswig-Holsteins Westküste zu sprechen. Teil des Programms war der Zukunftstalk „Zwischen Sanierungsstau und Zukunftsvision“, bei dem schleswig-holsteinische Verkehrs- und Logistikexperten die infrastrukturellen Herausforderungen an der Westküste in den Blick nahmen.
Wir müssen die Mitglieder des Verkehrsausschusses erreichen, denn dort werden die Entscheidungen für die Infrastruktur getroffen!
Verkehrsanalyse: Welche Investitionen braucht die Westküste?
Im Mittelpunkt stand eine Frage, die für die gesamte Region von zentraler Bedeutung ist: Wie kann eine der wichtigsten Energie- und Wirtschaftsregionen Deutschlands so angebunden werden, dass sie auch künftig leistungsfähig und wettbewerbsstark bleibt? Denn die Westküste übernimmt als Vorreiterin der Energiewende schon heute zentrale Aufgaben in der regenerativen Energieversorgung, aber auch in der Industrie, im Tourismus und als Knotenpunkt zwischen Skandinavien und der Bundesrepublik.
Wir wollen Vorbildregion für ganz Deutschland sein. Und dafür brauchen wir Unterstützung.
Damit diese Funktionen in Zukunft weiterhin erfüllt und ausgebaut werden können, braucht es mehr als gute Absichten, nämlich eine tragfähige Verkehrsinfrastruktur und validierte Entscheidungsgrundlagen. Genau hier setzt eine aktuelle Verkehrsanalyse an, mit der die Regionale Kooperation Westküste das Planungsbüro Ramboll Deutschland beauftragt hat. Mehr als 400 Unternehmen der Westküste wurden im Frühjahr 2026 befragt. Die Untersuchung liefert regionale Daten und zeigt konkret auf, wo Investitionen in Straßen, Schienen- und Wasserwege besonders dringend sind.
Bei der Schiene geht es um die Elektrifizierung der Marschbahn und insbesondere auch die Anbindung des Hafens Brunsbüttel.
Ob A 20 mit fester Elbquerung bei Glückstadt, die Weiterentwicklung der B 5 oder leistungsfähige Hafenanbindungen: Die Energieküste wirbt geschlossen für Infrastruktur, die mit ihrer dynamischen Entwicklung Schritt hält. Mit der „Westküsten-Erklärung“ und dem gemeinsamen Auftritt in Berlin unterstreichen die Partner ihren Schulterschluss. Die vollständigen Ergebnisse der verkehrswirtschaftlichen Analyse sollen Ende Oktober 2026 vorgestellt werden.