Newsletter RADAR - Ausgabe 09/2021

Energieküste forscht:

Helgoland – Hochsee-Hotspot Offshore

Ein langes Leben auf See ist das Ziel. Salzigem Wind und Wetter trotzen, rasten, aber nicht rosten und ungebetenem Bewuchs keine Chance geben. Im Bereich Maritime Technologien des Fraunhofer IFAM in Bremen forschen international anerkannte Experten aus unterschiedlichsten Bereichen gemeinsam für gute Zukunftsaussichten von Offshore-Technik wie Windenergieanlagen.

Widerstand ist wertvoll
Auf und vor Helgoland fand das Fraunhofer IFAM ideale, weil extreme Offshore-Bedingungen für die Untersuchung und Erprobung ganzer Systeme. Ob Aquadynamik, maritime Materialforschung, Unterwasserrobotik oder autonome Drohnen – die Forscher widmen sich in zahlreichen Projekten ganz den Anforderungen der Offshore-Wirtschaft. „Wir wollen widerstandsfähigere Materialen entwickeln, damit Offshore-WEA mindestens 25 Jahre halten und gleichzeitig möglichst wartungsarm sind“, sagt Dr. Hanno Schnars, Leiter des Geschäftsfelds Maritime Technologien.

Härtetest Hochsee
Seit Sommer 2019 reihen sich auf Helgoland Langzeit-Teststände aneinander, die zum Beispiel neu entwickelte Beschichtungen auf ihre Qualitäten bei intensiver UV-Strahlung, Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen prüfen. Für Über- und Unterwasserforschungen wurde zudem im April 2020 ein drei Quadratkilometer großes und 45 Meter tiefes Gebiet in der Nordsee abgesteckt. Im rauen Meer vor Helgoland müssen sich Materialien und Bauteile jetzt etwa im Korrosions-, Bewuchs- und Vereisungsschutz beweisen. So forscht das Fraunhofer IFAM seit Jahren an einem umweltfreundlichen, biozidfreien Bewuchsschutz, der nun unter realen Bedingungen getestet werden kann.

Lernende maritime Roboter
Inspektionen, Wartungen und Reparaturen könnten nach Wunsch der Wissenschaftler offshore bald ohne Menschenhand erfolgen – insbesondere dort, wo eine notwendig durchzuführende Arbeit für den Menschen schwer zugänglich ist oder sogar gefährlich wird. Autonome Unterwasserfahrzeuge und Flugsysteme sollen mit KI Schäden erkennen und in Zukunft auch eigenständig beheben. Als eine der wichtigsten Branchen für erneuerbare Energien liegt Dr. Hanno Schnars und seinen Kollegen die Offshore-Industrie besonders am Herzen: „Wir haben die Vision und das Ziel, die Zukunft erneuerbar zu machen. Das ist unser Antrieb und bringt uns voran“. Es bleibt also spannend an der Energieküste, welche Innovationen Fraunhofer IFAM künftig noch präsentiert.

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