PowerNet 2026

„Wir brauchen Unternehmen die Erneuerbare brauchen“
Energieküste auf Energiewende-Konferenz PowerNet 2026

Ich bin froh im Energiewendeland Nr. 1 zu leben“, sagte Prof. Dr.-Ing. Frank Osterwald, Geschäftsführer der EKSH - Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, bei seiner Begrüßung auf der PowerNet 2026. So ging es auch den meisten der 600 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die am 3. Februar 2026 in die Holstenhallen Neumünster gekommen waren, um die Energiewende voranzutreiben. 

Wir sind Pioniere im Norden und werden diesen Weg in Schleswig-Holstein konsequent weitergehen.
Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Seit der letzten PowerNet in 2024 habe sich nicht alles zum Guten gewendet, sagte Daniel Günter, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident, in dem Couchgespräch “Zukunftsfenster – Ein Blick auf 2040”. Trump verändere sehr viel. Aber wie gewohnt, ist Günter positiv gestimmt: „Wir dürfen uns von manchen Rückschlägen nicht beirren lassen.“ Das Ziel sei, Industrieland zu bleiben und zu werden. Handlungsbedarf sieht er mit Blick auf die Autoindustrie darin, eine Batteriespeicher-Produktion in Europa zu bauen – am liebsten in Heide. Auch in Punkto Wärmewende sei noch viel zu tun, wenn Klimaneutralität erreicht werden soll. „Es ist extrem ehrgeizig, das in 14 Jahren zu realisieren.“

Wie kann Transformation funktionieren ohne klare Rahmenbedingungen, in Deutschland und Europa?
Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holstein

Transformation braucht Dynamik

Julia Bläsius, Direktorin von Agora Energiewende Deutschland, stellte in Ihrem Vortrag zum Status Quo der Energiewende fest: „Deutschland verliert Tempo beim Klimaschutz. Es herrscht mangelnde Transformationsdynamik!“ Bei der anschließenden Podiumsdiskussion griff Minister Tobias Goldschmidt, MEKUN, die Problematik auf: „Wir müssen ein neues Kapitel aufschlagen, wir brauchen Unternehmen die Erneuerbare brauchen.“

Wasserstoff, Wärmewende, CCS, Speicher, Sektorenkopplung, die Energiewendekonferenz bot spannende Sessions zu unterschiedlichsten Themen. Auch der Fachkräftemangel wurde thematisiert. Insbesondere MINT-Experten sind gefragt, so waren die Gäste alle gleichermaßen begeistert über die Präsentationen des Science Slam: Aktuelle Wissenschaft in unter zehn Minuten, verpackt in spannenden und anschaulichen Vorträgen. Der Slam war besonders interessant für die Energieküste in Bezug auf ihre Fachkräfte-Kampagne ready.charged.career!

Drei Ministerien, ein Ziel

Den Abschluss der PowerNet bildete ein Highlight: Energiewendeminister Tobias Goldschmidt, Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und Staatssekretär Guido Wendt mit Impulsen und einer Podiumsdiskussion. Der Leitgedanke: Im Schulterschluss gemeinsam Lösungen entwickeln und Potenziale nutzen für ein zukunftsfähiges, klimaneutrales Schleswig-Holstein.

Energiepolitik ist Demokratie-Politik.
Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur S-H

Schleswig-Holstein nehme jährlich 120 Millionen Gewerbesteuer durch die Erneuerbaren Energien ein, so Goldschmidt. „Wie bleiben wir Team Energiewende und wie kriegen wir alle mit?“ Claus Ruhe Madsen. Minister MWVATT: „Wir müssen Lösungen aufzeigen, es gibt neugierige, mutige Pioniere früher und heute.“

Man lernt in Schleswig-Holstein Bauern kennen, die zu Energiefürsten geworden sind. Sie sind pragmatisch und immer weiterhin innovativ.
Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus S-H

Man brauche schnelle Verfügbarkeit, so Madsen. Goldschmidt: „Wir müssen Umspannwerke zu grünen Steckdosen machen.“

Keine Wende ohne Hände.
Guido Wendt, Staatssekretär Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur S-H

„Schleswig-Holstein ist ein Reallabor, mit Energiewende, mit Hochschulen und Fachhochschulen des Landes“, sagte Goldschmidt. Es gäbe 35 Studiengänge mit Ziel, in der Energiewende tätig zu sein. „Junge Menschen sollen in den Norden kommen.“

Zusammenarbeit bringt voran

Als Partner der PowerNet 2026 war die Energieküste natürlich vor Ort und networkte in Sachen Energiewende im Norden. Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) schuf das sektorenübergreifende Event gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk.