WindEnergy Hamburg 2026: Viel Energie und Dynamik Energieküste erfolgreich mit Talkrunden und Networking

Die Windbranche lässt sich nicht unterkriegen – das war auf der WindEnergy Hamburg 2026 deutlich zu spüren. Die Branche sei trotz politischer und wirtschaftlicher Hindernisse weltweit weiter auf Wachstumskurs, fasste die Hamburg Messe und Congress zusammen. Zusammenarbeit über Länder und Kontinente hinweg sei ein Schlüssel für nachhaltigen Erfolg. Vom 22.9. – 25.9.26 besuchten 40.000 Interessierte aus aller Welt mehr als 1.600 ausstellende Unternehmen aus rund 40 Ländern. Die Energieküste war mitten drin.

Zur Einstimmung traf sich die Windbranche am Montagabend zur festlichen Eröffnung im Internationalen Maritimen Museum in der Hamburger Speicherstadt. Ein schönes Event in eindrucksvoller Kulisse, bei dem sich schon erste Networking-Gelegenheiten ergaben. Bei der der offiziellen Opening Conference ging es gleich zu den Themen, die bewegen. Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister und Senatspräsident Hamburg, lobte in seiner Keynote, was in Deutschland schon erreicht wurde und erklärte: „Hamburg ist die Hauptstadt der Erneuerbaren Energien“. Als Beispiel berichtete er vom Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH). Ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung.

We still have a long way to go.
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburg

Landesbischöfin im Austausch mit Energieküste und EE.SH

Überraschungsgast am Schleswig-Holstein Stand: Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, nutzte die Messe, um Gespräche mit Vertretern der Bundesländer und Erneuerbaren-Unternehmen zu führen. Ziel ist es, auf kircheneigenen Flächen erneuerbare Energieprojekte zu realisieren. Kirsten Voss, Energieküste, und Katja Rosenburg, EE.SH, nahmen die Gelegenheit sehr gern wahr, über die Möglichkeiten und Vorzüge von Schleswig-Holstein als Standort für Erneuerbare zu sprechen.

Energieküste Talkrunde: Net Zero Valley trifft Wasserstoff

Die Bewerbung für das Net Zero Valley Schleswig-Holstein geht in die heiße Phase. So stieß das Thema der Energieküste und EE.SH Talkrunde „Das ‚Net Zero Valley‘ als Turbo für die Wasserstoffregion Westküste“ auf großes Interesse. Mit Katja Rosenburg, EE.SH, und Kirsten Voss, Energieküste, diskutierten Steffen Volk, Clean Energy Valley Schleswig-Holstein, Julius Basler-Meier, H2Perform GmbH, Reinhard Christiansen, Bürgerenergie.

Auf die Frage „Was erwarten Sie von Frau Reiche und Frau von der Leyen?“ antwortete Reinhard Christiansen: „Irgendwann wird die Bundesregierung sagen: 430.000 Arbeitsplätze in den Erneuerbaren, das kann doch nicht kaputt gemacht werden. Das muss ausgebaut werden. Es läuft im Moment echt falsch. Von der Leyen hat sehr gute Ideen, sie braucht viel mehr Unterstützung, vor allem auch aus Deutschland.“

Wir haben Altmaier überlebt, wir werden auch Reiche überleben.
Reinhard Christiansen, Bürgerenergie

Julius Basler-Meier plädierte für den Mittelstand, der sehr viel der Energiewende vorangebracht hat. „Es sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, so dass der Mittelstand weiterhin eine Rolle spielen kann.“ 

Die Wünsche von Steffen Volk fassten den Talk zusammen: „Ich hoffe auf ein klares Bekenntnis der Bundesregierung für den Aufbau von Erneuerbaren Energie, Planungssicherheit, mehr Tempo, um Investitionen zu ermöglichen. Was die EU-Ebene angeht hoffe ich, dass mit dem Green Deal, Clean Deal, mit allen Verordnungen, die jetzt folgen, auch langfristig Industriepolitik in diesem Sinne unterstützt. 

Was braucht es nach all den Krisen noch, um die Entscheidung zu treffen, Resilienz in Europa zu stärken, Schlüsseltechnologien hier vor Ort zu produzieren und Wertschöpfung zu erreichen?
Steffen Volk, Clean Energy Valley S-H

Matchen, Networken & Genießen

Events, Meetings und vor allem Networking bei der Energieküste und auf der ganzen Messe: Mit Erfolg starteten das unter anderen von der Energieküste unterstützte WindEnergy Match, das gezielte Einzelgespräche für Akteure aus den Erneuerbaren vermittelt, um New Business zu generieren und Partnerschaften aufzubauen. Am Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand gab es zahlreiche anregende Gespäche, u.a. mit Dr. Daniel Gerner, Eternat Power GmbH, und Dr. Jesko Dahlmann, egw. Außerdem traf sich die Facharbeitsgruppe Energie der Regionalen Kooperation Westküste.

Und bevor der große Netzwerkabend der norddeutschen Windbranche – eingeladen haben BIS Wirtschaftsförderung Bremerhaven, BWO - Bundesverband Windenergie Offshore e.V., Erneuerbare Energien Hamburg, EE.SH Cluster Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein, Energieküste, THE BLUE BEACH, WAB e.V. und das WindEnergy Network e.V. - „Einladung zum Wein“ startete, traf man sich am SH-Stand zum WTSH Get-together mit Bier und Fingerfood.

„Karriere im Sturm“ bei den Recruiting Days

Herausforderung Fachkräfte für die Erneuerbaren: Im Rahmen der Energieküste Fachkräfte-Kampagne Ready.Charged.Career! fragen wir in der Talkrunde „Karriere im Sturm?“ bei den Recruiting Days nach dem aktuellen Stand, Aussichten und Initiativen. Mit Kirsten Voss diskutierten Laura Empen, Recruiting Specialist, Deutsche Windtechnik AG, und Oliver Münch, Welcome Center Schleswig-Holstein.

Oliver Münchsieht die Fachkräfte-Gewinnung für die Erneuerbaren vergleichsweise positiv. „Die erneuerbare Energiethematik ist spannend, weil wir eine Bandbreite an Möglichkeiten haben“. „Es gibt ganz viele Wege in die Windbranche. Man muss nicht alles mitbringen. Wir haben die Trainingscenter, in denen wir das Nischenwissen gerne weitergeben“, stimmte ihm Laura Empen zu.

Unsere Branche hat gute Chancen im Kampf um die Fachkräfte!
Oliver Münch, Welcome Center Schleswig-Holstein

Es gilt weiterhin die Möglichkeiten, die Erneuerbaren noch besser zu präsentieren, langfristige Perspektiven zu schaffen, so der Tenor. Das Welcome Center S-H versuche, in allen Branchen das Drittstaatenrecruiting als Option und Chance zu sehen. Die Politik müsse Rahmenbedingungen schaffen, die einfach in der Umsetzung seien, so Münch.

Insbesondere junge Menschen wollen etwas machen, das sinnstiftend ist und Zukunft hat. Sie glauben an die Windbranche.
Laura Empen, Recruiting Specialist, Deutsche Windtechnik AG

Bis zum letzten Tag inspirierend

Am letzten Messetag freute sich der Schleswig-Holstein Gemeinschaftsstand über den Besuch von Energiewende-Staatssekretär Joschka Knuth. Thema war unter vielem anderen das Infrastrukturforum Energieküste im November, das Knuth zusammen mit Kirsten Voss moderiert.

Vier erlebnisreiche, erfolgreiche Tage mit bekannten und neuen Kontakten, Impressionen von Innovationen, unendlich vielen Informationen und einem tollen Team!